6 Suppen und Eintöpfe, die sofort glücklich machen
Wenn es draußen ungemütlich ist oder einfach ein warmes, sättigendes Essen auf den Tisch soll, sind Suppen und Eintöpfe unschlagbar. Sie sind unkompliziert, lassen sich gut vorbereiten und schmecken am nächsten Tag oft sogar noch besser.

In diesem Übersichtsartikel findest du sechs absolute Wohlfühlgerichte: von herzhaft-deftig bis cremig-mild, von fleischig bis vegetarisch. Alle Rezepte sind alltagstauglich, machen viele Portionen und sind ideal, wenn du ohne großen Aufwand etwas richtig Gutes kochen willst.
1 Kartoffelgulasch
Kartoffelgulasch ist ein echtes Seelenfutter: sämig, würzig und wunderbar bodenständig. Durch Paprika und Tomate bekommt es die typische Gulasch-Note – ganz ohne viel Schnickschnack.
Zutaten (für 4 Portionen)
- 800 g Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
- 2 Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 2 rote Paprikaschoten
- 2 EL Tomatenmark
- 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
- 900 ml Gemüsebrühe
- 2 EL Öl
- 2 TL edelsüßes Paprikapulver
- 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver (optional)
- 1 TL Majoran (getrocknet)
- 1 Lorbeerblatt
- Salz
- Pfeffer
- 1 EL Essig oder Zitronensaft (nach Geschmack)
- 2 EL gehackte Petersilie (zum Servieren)
Zubereitung Schritt für Schritt
- Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden.
- Zwiebeln und Knoblauch fein hacken, Paprika würfeln.
- Öl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebeln 5 Minuten glasig anschwitzen.
- Knoblauch und Paprika zugeben, 3 Minuten mitbraten.
- Tomatenmark einrühren und 1 Minute rösten.
- Paprikapulver (und optional geräuchertes Paprikapulver) kurz einrühren, dann sofort mit Brühe ablöschen.
- Stückige Tomaten, Kartoffeln, Majoran und Lorbeerblatt zugeben.
- Aufkochen, dann 20–25 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
- Mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Essig oder Zitronensaft abschmecken.
- Lorbeerblatt entfernen und mit Petersilie servieren.
Tipps
- Für mehr Sämigkeit: 1–2 Kartoffelkellen im Topf leicht zerdrücken und unterrühren.
- Paprikapulver nicht zu heiß rösten, sonst wird es bitter: lieber kurz einrühren und direkt ablöschen.
Variationen und Hinweise
- Deftiger: 200 g Räucherwürfel (zum Beispiel Räuchertofu oder Speck) mit den Zwiebeln anbraten.
- Schärfer: 1/2 TL Chiliflocken oder 1 frische Chilischote mitkochen.
2 Hühnerfrikassee-Eintopf
Dieser Eintopf vereint das Beste aus Hühnerfrikassee und cremiger Suppe: zartes Huhn, Gemüse und eine samtige Soße, die nach Zuhause schmeckt.
Zutaten (für 4 Portionen)
- 500 g Hähnchenbrust oder Hähnchenschenkel ohne Knochen
- 1 Zwiebel
- 2 Möhren
- 200 g Champignons
- 150 g Erbsen (tiefgekühlt)
- 1 kleines Glas Spargelstücke (ca. 180 g Abtropfgewicht, optional)
- 1,2 l Hühnerbrühe
- 40 g Butter
- 40 g Mehl
- 150 ml Milch oder Kochsahne
- 1 TL Zitronensaft
- 1 Prise Muskat
- Salz
- Pfeffer
- 2 EL gehackte Petersilie
Zubereitung Schritt für Schritt
- Zwiebel fein würfeln, Möhren in Scheiben schneiden, Champignons in Scheiben schneiden.
- Hähnchen in der Brühe aufkochen und 12–15 Minuten leise gar ziehen lassen (bei Hähnchenschenkeln etwas länger).
- Hähnchen herausnehmen, abkühlen lassen und in Stücke zupfen oder schneiden.
- Brühe im Topf lassen und Gemüse (Möhren, Champignons) 8–10 Minuten köcheln.
- Erbsen und optional Spargelstücke kurz mitwärmen (2–3 Minuten).
- In einem zweiten Topf Butter schmelzen, Mehl einrühren und 1–2 Minuten anschwitzen.
- Nach und nach 600–700 ml der heißen Brühe einrühren, bis eine glatte, cremige Soße entsteht.
- Milch oder Kochsahne einrühren, mit Zitronensaft, Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken.
- Soße zurück in den Eintopf geben, Hähnchenstücke zugeben und 3–5 Minuten sanft erwärmen (nicht sprudelnd kochen).
- Mit Petersilie servieren.
Tipps
- Damit die Soße glatt wird: Brühe wirklich nach und nach einrühren und dabei kräftig rühren.
- Hähnchen am Ende nur noch ziehen lassen, dann bleibt es besonders saftig.
Variationen und Hinweise
- Mit Reis: Pro Teller 2–3 EL gekochten Reis in die Schüssel geben und den Eintopf darüber schöpfen.
- Leichter: Milch statt Sahne verwenden und die Buttermenge auf 25 g reduzieren (Soße wird etwas weniger reichhaltig).
3 Paprika-Hack-Eintopf
Herzhaft, würzig, schnell gemacht: Paprika-Hack-Eintopf ist ein Familienklassiker, der nach Feierabend richtig gut tut. Besonders praktisch: alles gart in einem Topf.
Zutaten (für 4 Portionen)
- 500 g Hackfleisch (gemischt oder Rind)
- 2 Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 3 Paprikaschoten (gemischt)
- 2 EL Tomatenmark
- 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
- 800 ml Rinderbrühe oder Gemüsebrühe
- 2 EL Öl
- 1 TL edelsüßes Paprikapulver
- 1 TL Kreuzkümmel (optional)
- Salz
- Pfeffer
- 1 TL Zucker (optional, zum Abrunden)
- 2 EL gehackte Petersilie oder Schnittlauch
Zubereitung Schritt für Schritt
- Zwiebeln und Knoblauch fein hacken, Paprika würfeln.
- Öl in einem großen Topf erhitzen, Hackfleisch krümelig anbraten.
- Zwiebeln zugeben und 3–4 Minuten mitbraten, dann Knoblauch kurz mitbraten.
- Tomatenmark einrühren und 1 Minute rösten.
- Paprikawürfel zugeben, Paprikapulver und optional Kreuzkümmel einrühren.
- Mit Brühe ablöschen, stückige Tomaten zugeben und aufkochen.
- 20 Minuten köcheln lassen, bis die Paprika weich ist.
- Mit Salz, Pfeffer und optional Zucker abschmecken.
- Mit Kräutern servieren.
Tipps
- Für mehr Röstaroma: Hackfleisch portionsweise anbraten, damit es bräunt statt zu kochen.
- Wenn der Eintopf zu dünn ist: 1–2 EL Wasser mit 1 EL Speisestärke glatt rühren und kurz einkochen.
Variationen und Hinweise
- Sättigender: 1 Dose Kidneybohnen (abgespült) in den letzten 5 Minuten zugeben.
- Schärfer: 1 TL scharfes Paprikapulver oder eine fein gehackte Chilischote mitkochen.
4 Kürbis-Kokos-Eintopf
Cremig, mild und aromatisch: Kürbis-Kokos-Eintopf ist perfekt, wenn du etwas Wärmendes willst, das trotzdem leicht wirkt. Die Kokosmilch macht ihn samtig, Ingwer sorgt für einen feinen Kick.
Zutaten (für 4 Portionen)
- 1 kg Hokkaidokürbis
- 2 Möhren
- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 20 g frischer Ingwer
- 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
- 800 ml Gemüsebrühe
- 2 EL Öl
- 1 TL Currypulver (mild)
- Salz
- Pfeffer
- 1–2 EL Limettensaft oder Zitronensaft
- 2 EL Kürbiskerne (zum Servieren)
- Optional: 1 kleine rote Chilischote
Zubereitung Schritt für Schritt
- Kürbis entkernen und würfeln (Hokkaido muss nicht geschält werden).
- Möhren schälen und in Scheiben schneiden, Zwiebel würfeln.
- Knoblauch, Ingwer (und optional Chili) fein hacken.
- Öl im Topf erhitzen, Zwiebel 3–4 Minuten anschwitzen.
- Knoblauch und Ingwer zugeben, 30 Sekunden mitdünsten.
- Kürbis und Möhren zugeben, Currypulver einrühren und 1 Minute mitrösten.
- Mit Brühe ablöschen und 15–20 Minuten köcheln lassen, bis alles weich ist.
- Kokosmilch einrühren und 3 Minuten sanft erwärmen.
- Nach Wunsch teilweise oder komplett pürieren.
- Mit Salz, Pfeffer und Limetten- oder Zitronensaft abschmecken.
- Mit Kürbiskernen servieren.
Tipps
- Für mehr Tiefe: Kürbiswürfel vor dem Kochen im Ofen kurz rösten (200 Grad, 15 Minuten), dann in den Topf geben.
- Säure ist entscheidend: Limettensaft am Ende zugeben, damit der Eintopf frisch schmeckt.
Variationen und Hinweise
- Mehr Biss: Eine Handvoll Kichererbsen (abgespült) in den letzten 5 Minuten zugeben.
- Extra cremig ohne Pürieren: 1 kleine Kartoffel mitkochen und am Ende nur leicht zerdrücken.
5 Sauerkraut-Kassler-Eintopf
Deftig, würzig und wunderbar herzhaft: Dieser Eintopf ist genau richtig, wenn du rustikale Hausmannskost liebst. Sauerkraut bringt eine angenehme Säure, Kassler sorgt für kräftigen Geschmack.
Zutaten (für 4 Portionen)
- 600 g Kassler (am Stück oder in Scheiben)
- 700 g Sauerkraut (abgetropft)
- 600 g Kartoffeln
- 2 Möhren
- 1 Zwiebel
- 1 EL Öl oder Schmalz
- 1,2 l Gemüsebrühe oder Fleischbrühe
- 2 Lorbeerblätter
- 6 Pfefferkörner (optional)
- 1 TL Kümmel (optional, gut verträglich)
- Salz
- Pfeffer
- 1 TL Zucker oder 1 geriebener Apfel (optional, zum Abrunden)
Zubereitung Schritt für Schritt
- Zwiebel würfeln, Möhren in Scheiben schneiden, Kartoffeln schälen und würfeln.
- Öl oder Schmalz im Topf erhitzen, Zwiebel 3 Minuten anschwitzen.
- Sauerkraut zugeben und 2–3 Minuten mitdünsten.
- Brühe angießen, Lorbeerblätter, optional Pfefferkörner und Kümmel zugeben.
- Kassler in den Topf legen und 20 Minuten leise köcheln lassen.
- Kassler herausnehmen, kurz abkühlen lassen und in Stücke schneiden.
- Kartoffeln und Möhren in den Topf geben und 15–20 Minuten köcheln, bis alles weich ist.
- Kasslerstücke wieder zugeben und 5 Minuten erwärmen.
- Mit Pfeffer abschmecken, Salz nur vorsichtig (Kassler und Sauerkraut sind oft schon salzig).
- Optional mit etwas Zucker oder geriebenem Apfel abrunden, wenn du es milder magst.
Tipps
- Sauerkraut zu sauer? Kurz mit kaltem Wasser abspülen und gut abtropfen lassen.
- Für eine sämigere Konsistenz: Einige Kartoffelstücke im Topf leicht zerdrücken und unterrühren.
Variationen und Hinweise
- Noch herzhafter: 2 Mettenden in Scheiben schneiden und in den letzten 10 Minuten mitziehen lassen.
- Milder und runder: 150 ml Apfelsaft statt eines Teils der Brühe verwenden.
6 Bohnen-Tomateneintopf
Ein unkomplizierter Eintopf, der satt macht und richtig nach Tomate schmeckt. Bohnen liefern Substanz, Kräuter bringen Aroma, und mit wenigen Zutaten wird es ein zuverlässiges Lieblingsgericht.
Zutaten (für 4 Portionen)
- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 2 EL Öl
- 2 EL Tomatenmark
- 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
- 700 ml Gemüsebrühe
- 2 Dosen weiße Bohnen (je ca. 400 g, abgetropft)
- 2 Möhren (optional)
- 1 TL Oregano (getrocknet)
- 1 TL Thymian (getrocknet)
- 1 Lorbeerblatt
- Salz
- Pfeffer
- 1–2 EL Balsamessig oder Zitronensaft
- Optional: 100 g kleine Nudeln oder 1 Handvoll Reis (vorgekocht)
Zubereitung Schritt für Schritt
- Zwiebel und Knoblauch fein hacken, optional Möhren klein würfeln.
- Öl im Topf erhitzen, Zwiebel 3–4 Minuten anschwitzen.
- Knoblauch zugeben und kurz mitdünsten.
- Tomatenmark einrühren und 1 Minute rösten.
- Stückige Tomaten und Brühe zugeben, Oregano, Thymian und Lorbeerblatt einrühren.
- Optional Möhren zugeben und 10 Minuten köcheln lassen.
- Bohnen abspülen, zugeben und weitere 10 Minuten sanft köcheln.
- Mit Salz, Pfeffer und Balsamessig oder Zitronensaft abschmecken.
- Lorbeerblatt entfernen und servieren.
Tipps
- Der Eintopf gewinnt durch Säure: Erst am Ende abschmecken, dann wirkt die Tomate frischer.
- Wenn du es dicker magst: Eine Kelle Bohnen leicht zerdrücken oder kurz anpürieren und wieder einrühren.
Variationen und Hinweise
- Sättigender: Kleine Nudeln direkt im Eintopf garen (dann etwas mehr Brühe zugeben) oder vorgekochten Reis unterrühren.
- Würziger: 1 TL geräuchertes Paprikapulver oder eine Prise Chiliflocken mitkochen.
