6 Rezeptideen die jeder sofort lieben wird

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6 Rezeptideen die jeder sofort lieben wird

Geniale Vorratsküche: Einfache Gläser, die immer begeistern

Wenn Obst und Gemüse Saison haben, lohnt es sich doppelt: Ein paar Handgriffe, ein großer Topf und saubere Gläser – schon hast du Vorräte, die den Alltag retten. Ob zum schnellen Frühstück, als Last-Minute-Soße oder als kleines Mitbringsel: Selbstgemachtes aus dem Glas schmeckt intensiver und macht einfach glücklich.

In diesem Übersichtsartikel findest du sechs Rezeptideen, die sofort gelingen und vielseitig einsetzbar sind. Du bekommst pro Rezept eine kurze Einordnung, genaue Zutatenmengen, eine einfache Schritt-für-Schritt-Zubereitung sowie praktische Tipps und Variationen.

Wichtig bei allem, was ins Glas kommt: Sauberkeit ist der halbe Erfolg. Gläser und Deckel immer gründlich spülen und sehr heiß ausspülen oder auskochen, Arbeitsflächen sauber halten und nur einwandfreie Früchte verwenden.

1 Apfelmus einkochen

Apfelmus ist der Klassiker für Vorräte: pur, zimtig, als Kuchenfüllung oder zu Pfannkuchen. Eingekocht hält es sich lange und schmeckt wie frisch gekocht.

Zutaten mit Mengen

  • 2,5 kg Äpfel (vorzugsweise aromatisch, z. B. Boskop oder Elstar)
  • 200 ml Wasser oder Apfelsaft
  • 80–150 g Zucker (je nach Süße der Äpfel)
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 Prise Salz
  • optional: 1 TL Zimt, 1 Messerspitze Vanille gemahlen

Zubereitung Schritt fuer Schritt

  • Gläser und Deckel sehr heiß ausspülen oder 10 Minuten auskochen, bereitstellen.
  • Äpfel waschen, schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und in Stücke schneiden.
  • Apfelstücke mit Wasser und Zitronensaft in einen großen Topf geben.
  • Aufkochen und bei mittlerer Hitze 15–20 Minuten weich köcheln lassen, dabei gelegentlich rühren.
  • Zucker, Salz und optional Gewürze einrühren.
  • Mit Kartoffelstampfer grob zerdrücken oder fein pürieren, je nach Wunsch.
  • Apfelmus sprudelnd heiß in die Gläser füllen, dabei 1 cm Rand frei lassen.
  • Ränder sauber abwischen, Deckel fest schließen.
  • Zum Einkochen Gläser in einen Einkochtopf stellen, mit heißem Wasser umgeben und 25 Minuten bei 90 °C einkochen.
  • Gläser herausnehmen, abkühlen lassen und Dichtigkeit prüfen.

Tipps

  • Für extra Aroma: Ein Stück Bio-Zitronenschale (großes Stück, später entfernen) mitkochen.
  • Wenn du sehr reife Äpfel verwendest, reduziere den Zucker und schmecke erst am Ende ab.

Variationen/Hinweise

  • Stückiges Apfelmus: Nur grob stampfen und nicht pürieren.
  • Ohne Zucker: Nur mit Apfelsaft arbeiten und mit Zimt/Vanille abrunden (Haltbarkeit kann etwas kürzer sein, stets sauber arbeiten).

2 Tomatensoße einkochen

Eine gute Tomatensoße im Vorrat ist Gold wert: für Pasta, Pizza, Aufläufe oder als Basis für Schmorgerichte. Eingekocht ist sie schnell griffbereit und deutlich aromatischer als viele Fertigsoßen.

Zutaten mit Mengen

  • 3 kg reife Tomaten
  • 2 Zwiebeln (ca. 200 g)
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 2 EL Zitronensaft oder 1 TL Zitronensäure (für eine stabile Säure)
  • optional: 2 EL Tomatenmark
  • optional: 1 Handvoll Basilikum oder 1 TL Oregano getrocknet
  • optional: 1 Prise Chili

Zubereitung Schritt fuer Schritt

  • Gläser und Deckel sehr heiß ausspülen oder auskochen.
  • Tomaten waschen, grob würfeln (Strunk entfernen).
  • Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln.
  • Öl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebeln 5 Minuten glasig dünsten.
  • Knoblauch kurz mitdünsten, dann Tomaten zugeben.
  • 25–35 Minuten köcheln lassen, bis alles zerfällt.
  • Optional Tomatenmark einrühren, dann pürieren und nach Wunsch durch ein Sieb streichen (für eine sehr feine Soße).
  • Mit Salz, Zucker, Kräutern und Zitronensaft/Zitronensäure abschmecken.
  • Soße offen weiter einkochen, bis die gewünschte Dicke erreicht ist (10–30 Minuten).
  • Sprudelnd heiß in Gläser füllen, 1 cm Rand frei lassen, Ränder säubern, verschließen.
  • 30 Minuten bei 90 °C einkochen.

Tipps

  • Je aromatischer die Tomaten, desto besser die Soße: richtig reife, weiche Tomaten sind ideal.
  • Für mehr Tiefe: Ein kleines Stück Sellerie oder eine Möhre mitkochen und später mitpürieren.

Variationen/Hinweise

  • Mediterran: Basilikum und Oregano, plus etwas mehr Olivenöl.
  • Pikant: Chili mitköcheln lassen oder am Ende als Flocken einrühren.

3 Birnen im Glas

Birnen im Glas sind eine elegante Vorratsidee: als Dessert mit Joghurt, zu Grießbrei, auf Pfannkuchen oder als Beilage zu herzhaften Käseplatten.

Zutaten mit Mengen

  • 1,8 kg Birnen (fest, aber reif)
  • 800 ml Wasser
  • 250 g Zucker
  • 1 Bio-Zitrone (Saft)
  • 1 Zimtstange
  • optional: 2 Gewürznelken oder 2 Kardamomkapseln

Zubereitung Schritt fuer Schritt

  • Gläser und Deckel heiß reinigen und bereitstellen.
  • Wasser, Zucker, Zitronensaft und Gewürze aufkochen, 5 Minuten leise köcheln lassen.
  • Birnen schälen, halbieren oder vierteln, Kerngehäuse entfernen.
  • Birnenstücke sofort in den heißen Sud geben (so bleiben sie hell).
  • 5–8 Minuten knapp weich ziehen lassen (nicht zerkochen).
  • Birnen in die Gläser schichten, dann mit heißem Sud bedecken, 1 cm Rand frei lassen.
  • Ränder abwischen, verschließen.
  • 25 Minuten bei 90 °C einkochen.

Tipps

  • Wähle eher feste Birnen: Sehr weiche Sorten zerfallen beim Einkochen leichter.
  • Für ein schönes Ergebnis: Birnenhälften mit Stielansatz (wenn vorhanden) besonders dekorativ ins Glas setzen.

Variationen/Hinweise

  • Vanille-Birnen: 1/2 Vanilleschote mit in den Sud geben.
  • Weniger süß: Zucker auf 180–200 g reduzieren und mit etwas mehr Zitrone ausgleichen.

4 Pfirsichkompott

Pfirsichkompott bringt Sommergefühl in die kalte Jahreszeit. Es passt zu Quark, Milchreis, Eis oder einfach pur aus dem Glas.

Zutaten mit Mengen

  • 1,5 kg Pfirsiche (reif, aber nicht matschig)
  • 400 ml Wasser
  • 180–250 g Zucker (je nach Süße)
  • 2 EL Zitronensaft
  • optional: 1 Prise Zimt oder 1 kleine Stange Zimt
  • optional: 1 TL Vanillezucker

Zubereitung Schritt fuer Schritt

  • Gläser und Deckel sehr heiß ausspülen oder auskochen.
  • Pfirsiche waschen, kreuzweise einritzen, 30 Sekunden in kochendes Wasser tauchen, dann kalt abschrecken.
  • Schale abziehen, Pfirsiche halbieren, entsteinen, in Spalten schneiden.
  • Wasser, Zucker und Zitronensaft aufkochen.
  • Pfirsiche in den Sud geben und 3–5 Minuten sanft köcheln lassen.
  • Pfirsiche und Sud heiß in Gläser füllen, 1 cm Rand frei lassen, verschließen.
  • 25 Minuten bei 90 °C einkochen.

Tipps

  • Nicht zu lange kochen: Pfirsiche sollen saftig bleiben und nicht zu Brei werden.
  • Wenn du besonders aromatische Früchte hast, nimm weniger Zucker und lass den Pfirsichgeschmack glänzen.

Variationen/Hinweise

  • Nektarinen funktionieren genauso gut, sie lassen sich oft noch leichter verarbeiten.
  • Für eine fruchtige Note: Ein wenig Orangensaft statt eines Teils vom Wasser verwenden.

5 Chiliöl ansetzen

Chiliöl ist ein kleines Küchenwunder: Ein paar Tropfen machen Suppen, Pasta, Pizza oder Ofengemüse sofort spannender. Wichtig ist hier vor allem sauberes Arbeiten und die richtige Zutatenwahl.

Zutaten mit Mengen

  • 500 ml mildes Olivenöl oder Rapsöl
  • 2–3 EL getrocknete Chiliflocken oder 6–8 getrocknete Chilischoten
  • optional: 1 TL Paprikapulver edelsüß
  • optional: 1 TL Salz (nur für direkten Gebrauch, nicht zwingend)

Zubereitung Schritt fuer Schritt

  • Flasche/Glas und Deckel sehr heiß ausspülen und komplett trocknen lassen.
  • Öl in einem Topf auf 80–90 °C erwärmen (nicht rauchen lassen).
  • Topf vom Herd ziehen, Chili (und optional Paprika) einrühren.
  • 10–15 Minuten ziehen lassen.
  • Durch ein feines Sieb in die saubere, trockene Flasche abseihen oder die Chili im Öl lassen (dann wird es schärfer).
  • Kühl und dunkel lagern, 2–3 Tage ziehen lassen, dann verwenden.

Tipps

  • Verwende ausschließlich getrocknete Chili: Feuchtigkeit kann die Haltbarkeit verschlechtern.
  • Wenn du die Schärfe besser kontrollieren willst, siebe die Chili ab und gib später bei Bedarf neue Flocken dazu.

Variationen/Hinweise

  • Kräuter-Chiliöl: Ein kleines Stück Rosmarin (wirklich gut getrocknet) mitziehen lassen.
  • Wenn du trübes Öl oder Gärgeruch bemerkst: nicht mehr verwenden und neu ansetzen.

6 Knoblauch in Öl einlegen

Knoblauch in Öl ist unglaublich praktisch: zum Anbraten, für Dressings oder zum Aromatisieren von Gemüse. Hier ist Hygiene besonders wichtig, und die Lagerung muss konsequent kühl erfolgen.

Zutaten mit Mengen

  • 2 Knollen Knoblauch (ca. 100–120 g geschälte Zehen)
  • 300 ml Olivenöl oder Rapsöl
  • 1 TL Salz
  • optional: 1 TL Pfefferkörner
  • optional: 1 kleiner Zweig Rosmarin (gut getrocknet)
  • optional für mehr Sicherheit und Geschmack: 3 EL Zitronensaft oder 4 EL milder Essig

Zubereitung Schritt fuer Schritt

  • Glas und Deckel sehr heiß reinigen, anschließend vollständig trocknen lassen.
  • Knoblauchzehen schälen. Nur feste, makellose Zehen verwenden.
  • Optional für mehr Sicherheit: Knoblauch 2 Minuten in einer Mischung aus Wasser und Essig (1:1) aufkochen, abgießen und sehr gut abtropfen sowie abkühlen lassen.
  • Knoblauch in das Glas geben, optional Pfeffer und getrockneten Rosmarin ergänzen.
  • Öl kurz auf etwa 80 °C erwärmen und handwarm abkühlen lassen (es soll nicht mehr heiß sein, wenn es ins Glas kommt).
  • Knoblauch vollständig mit Öl bedecken, verschließen.
  • Sofort im Kühlschrank lagern und innerhalb von 7–10 Tagen verbrauchen.

Tipps

  • Knoblauch-Öl niemals bei Zimmertemperatur lagern: immer Kühlschrank, und zügig aufbrauchen.
  • Achte darauf, dass alles komplett trocken ist (Glas, Löffel, Knoblauch gut abgetropft), damit keine unnötige Feuchtigkeit ins Öl kommt.

Variationen/Hinweise

  • Zitronig: Zitronenschale (nur dünn abgeschält, gut trocken) kurz mitziehen lassen und später entfernen.
  • Für längere Vorräte: Knoblauch lieber separat haltbar machen (z. B. als eingekochte Knoblauchpaste oder in Essig) und Öl erst beim Kochen aromatisieren.